Graffiti Kunst Limmerstrasse


Moderne Fassadengestaltung

Graffiti Kunst in der Limmerstrasse 98, dort stand früher ein besetztes Haus. Es gab monatelange Proteste um den ehemaligen Fahrradladen der nun ein autonomes Jugendzentrum werden sollte. Nach der Räumung durch die Polizei wurden nun stattdessen Eigentumswohnungen gebaut. Der Neubau, der an dessen Stelle entstand, hatte also einen denkbar schwierigen Start. Die bunten Farbbomben auf der Fassade waren das erste Resultat der anhaltenden Proteste gegen den Neubau. Nachdem wir die Anfrage erhielten ob es Ideen gäbe diese Fassade unter berücksichtigung der geschilderten Geschichte zu gestalten, hatte ich die Idee ein Selbstportrait von mir auf die Fassade zu bringen. Der Auftraggeber Bauteam Managment GmbH hatte als Vorgabe die Farbbomben nicht zu übermalen. Das lies sich mit meiner Idee wunderbar vereinbaren.

Fassade Graffiti Jascha Mueller

Graffiti Kunst ohne Kompromisse

Ich zeigen das ich nicht käuflich bin, was meine subkulturelle Identität angeht. Ich bin ein Teil der Subkultur Graffiti und wollte ihr mit meinem überdimensionalen Sebstportrait ein Denkmal setzen. Auf der Fassade sieht man was ich bin mein Graffiti kann moderne Fassadengestaltung sein aber auch Protest! Oder beides zugleich.

So erhielt ich den Auftrag, die Fassade des Neubaus zu gestalten und konnte meinen Beitrag leisten, dass die Fassade trotz der Veränderung auch weiterhin Spuren dessen an sich trägt, was weichen musste. Ich sehe meine Werke selbst meist sehr kritisch. In beiden Aspekten Handwerkliche Ausführung sowie wirkung der Komposition. Alle Kritik von außen sehe ich aus der Perspektive des Betrachters und kann dem meist den Sinn entnehmen. Hier finde ich kann von einer Kooperation von mir und den unbekannten Farbbombenattentätern gesprochen werden. Jeweils wurde Raum gelassen um gemeinsam dem Viertel ein Stück Lindener Geschichte zu erzählen.